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Vorbemerkung
Die Gemeinnützige Hermann-Niermann-Stiftung ist am 01.12.1977 errichtet und vom Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen am 11.04.1978 genehmigt worden. Von 1978 bis 1986 setzte sie mehr als 2,5 Mio. € für die Förderung von kulturellen und wissenschaftlichen Einrichtungen, Maßnahmen und Veranstaltungen in Minderheitengebieten Europas ein. In den Jahren 1987 bis 2009 wurden rund 28,3 Mio. € für Minderheiten- und Sprachförderungsprojekte ausgeschüttet und schwerpunktmäßig im Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, in Frankreich (Elsaß), in Italien (Südtirol), in der Bundesrepublik Deutschland (Volk der Sorben und Deutsche Sinti und Roma) sowie in der Republik Polen, der Tschechischen Republik, der Slowakischen Republik, der Republik Ungarn und in Rumänien eingesetzt. In den Genuss der Förderung kamen seit 1987 rund 1.060 Maßnahmen, Einrichtungen und Veranstaltungen.
Die Stiftung unterhielt von 1996 bis 2002 eine Börse zur Förderung der Studien von Angehörigen ethnischer Minderheiten und Volksgruppen Ost- und Südosteuropas an Düsseldorfer Hoch- und Fachhochschulen, mit der 37 Studentinnen und Studenten aller Fachrichtungen unterstützt werden konnten (Gesamtförderungsbetrag: 1.26 Mio. €). Die letzten Studenten haben ihre Vollstudien im Sommer 2007 abgeschlossen.
Zum Beginn des Wintersemesters 2006/07 hat die Niermann-Stiftung zusammen mit dem Institut für deutsche Philologie der Universität Würzburg eine Studienbörse zur Förderung von Germanisten aus der Polnischen Republik, der Tschechischen Republik, der Slowakischen Republik, der Republik Ungarn und aus Rumänien bei Studienaufenthalten zur Aus-, Fort- und Weiterbildung an der Universität Würzburg eingerichtet, die ausschließlich der Eliteförderung qualifizierter ausländischer Germanisten dienen soll. Seit 2006 konnten bereits 82 Bewerber berücksichtigt werden. Die Studienbörse ist auf fünf Jahre terminiert und mit jährlich 200.000 € dotiert.
Die komplette Projektliste für das Geschäftsjahr 2009 ist beigefügt; Interessenten können die Projektlisten der letzten zehn Geschäftsjahre gegen eine Schutzgebühr in Höhe von 3.-- € bei der Stiftungsgeschäftsstelle anfordern.
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